1. Bei der Reinigung von Hoteltischdecken herrscht die allgemeine Ansicht vor, dass diese bei hohen Temperaturen (80–90 °C) und mit hohem Alkaligehalt (pH-Wert der Waschflüssigkeit > 12) gewaschen werden müssen. Die Wirkung von Fett ist unbestreitbar. Aus Sicht der Verseifung von Fett wird jedoch angenommen, dass hohe Alkalität Fett verseifen und auswaschen kann. Dies führt dazu, dass Waschmittelhersteller bei der Herstellung von starkem Waschpulver große Mengen an Natronlauge hinzufügen, teilweise bis zu 60 %, um den hohen pH-Wert der Waschflüssigkeit zu gewährleisten. Um den hohen Alkalitätsgrad der Waschflüssigkeit aufrechtzuerhalten, wird bei einem niedrigen Natronlaugegehalt im starken Waschpulver die Menge des Waschpulvers erhöht oder während des Hauptwaschgangs eine hochkonzentrierte synthetische Lauge hinzugefügt. Da hohe Alkalität die Fasern schädigt und somit der Pflege der Textilien abträglich ist, hat der Autor ein Tischdeckenwaschpulver mit moderatem Alkalitätsgrad entwickelt. Unter den gleichen Bedingungen wie bei einem starken Waschpulver liegt der pH-Wert der Waschflüssigkeit nur bei 9–10. Dadurch lassen sich auch Tischdecken reinigen, und die Rückwaschrate liegt stets unter 2 %. Dies zeigt, dass für die Tischwäsche keine hohe Alkalität erforderlich ist. Dieses neue Waschpulver benötigt bei Baumwolltischdecken keinen Emulgator und bei Garntischdecken lediglich eine geringere Menge als üblich. Das spart Kosten für die Verbraucher. Das Waschpulver eignet sich auch hervorragend zum Waschen von Handtüchern und Bettwäsche und erfreut sich daher großer Beliebtheit.

2. Durch die Kombination von Hauptwäsche und Bleiche in einem Arbeitsgang und die Zugabe von Chlorbleichpulver während der Hauptwäsche – also durch gleichzeitige Durchführung von Wäsche und Bleiche – konnte eine bessere Ölentfernung erzielt werden. Die Wirkung von Chlorbleiche auf die Ölentfernung ist jedoch noch nicht vollständig erforscht.

3. Das Waschen von Tischdecken in kaltem Wasser ohne Erhitzen kann Energie sparen. Dies ist derzeit ein relativ gängiger Ansatz und durchaus diskussionswürdig. Wir haben festgestellt, dass diese Methode bei frischen Fettflecken zwar einigermaßen wirksam ist, jedoch mit höheren Energiekosten verbunden ist. Bei Tischdecken, die bereits einen Tag oder länger mit Fett eingetrocknet waren, zeigte das Waschen mit kaltem Wasser nur geringe Wirkung. Solche Ölflecken bezeichnen wir vorläufig als alte Ölflecken. Alte Ölflecken können sogar ranzig werden und einen unangenehmen, öligen Geruch abgeben. Diese Art von Tischdecke ist schwer zu reinigen. Betrachtet man sie im Sonnenlicht, erkennt man kleine Partikel auf den Fasern. Schwarzgraue, tief in die Fasern eingedrungene Ölflecken lassen sich nur mit speziellen Methoden entfernen.